Häselburg KIM

Florian Geyer Straße 17 / Burgstraße 12


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Im ältesten Geraer Siedlungsring (heute Burgstraße/Florian-Geyer-Straße/Johannisplatz) legten Ende des 12. Jahrhunderts die Vögte von Weida auf Quedlinburger Stiftsgebiet eine Burg als Residenz an, in deren Schutz sich die Häselburg entwickelte. Laut Stadtchronik wurde 1669 im Bereich der Häselburg ein Gebäude errichtet, welches ab diesem Zeitpunkt als Mädchenschule diente. Auf dem dreieckigen Bauplatz zwischen Stadtgraben, Burg- und Florian-Geyer-Straße entstand 1899/1900 unter Leitung des Stadtbaurates Adolf Marsch der heutige Bau. Der Komplex besteht aus zwei gleichgroßen v-förmig angeordneten, dreigeschossigen Baukörpern mit starker Ausstrahlungskraft durch die siebenachsige und eindrucksvoll gegliederte Verblendklinkerfassade. Im Inneren ist die bauzeitliche Ausstattung nahezu vollständig erhalten geblieben. Nach 1945 wurden diese Bauten als Dienstgebäude des Rates des Bezirkes Gera genutzt und war später auch Verwaltung der Stadt. Bis in die 70er Jahre beherbergte das Haus Nr. 17 eine Badeanstalt im Kellergeschoss. Durch den neuen Eigentümer wird das Objekt schrittweise saniert und ist seit 2018 neues Zentrum für Kunst, Kultur und Kreativität.
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