Campus

Rutheneum seit 1608 und Umfeld


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Das ehemalige Regierungsgebäude wurde von 1720 bis 1722 zweiflüglig errichtet und im Jahr 1749 nachträglich durch einen erweiternden Nebentrakt mit Ehrenhof zur Dreiflügelanlage komplettiert. Der Komplex diente als gemeinschaftlicher Sitz aller landesherrschaftlichen Häuser des Fürstentums Reuß jüngerer Linie. 1806 nutze Kaiser Napoleon die Anlage als Hauptquartier. In der jüngeren Zeitgeschichte wurde es bis 1995 als Hygieneinstitut genutzt. Das Gebäude gilt als Zeugnis zeitgenössischer Repräsentationsbaukunst. Nördlich an die barocke Großanlage schließt sich die bestehende Schule Goethe-Gymnasium/Rutheneum an. 1608 als Gymnasium Rutheneum gegründet, wurde das alte Schulgebäude 1884 abgerissen und durch den zeittypischen Neubau des Landbaumeisters Emil Weiß 1884/1887 ersetzt. An diesem traditionsreichen Bildungsstandort entsteht im Rahmen der Geraer Schulkonzeption der Campus Rutheneum. Mit der Realisierung sollen fortan bessere Lernbedingungen für junge Menschen geschaffen werden. Das ehemalige Reußische Regierungsgebäude wurde in den zukünftigen Schulstandort einbezogen. Ein Teil der schulischen Nutzung ist hier untergebracht, der bestehende Baukörper wird durch einen modernen Neubau weitergeführt und durch eine Einfeldsporthalle komplettiert. Als städtebauliche Gesamtlösung wird das neue Campusareal den westlichen Altstadtrand städtebaulich neu ordnen und das Umfeld mit der Florian-Geyer-Straße und Vogelinsel neu gestalten.
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